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Geschichte & Familie

Illa & Oscar Szemes

Der frühe und tragische Tod Tibors im März 2001 hat die österreichische Weinszene erschüttert. Seine Frau Illa führte den Betrieb in seinem Sinne weiter und es gelang ihr die Lücke, die ihr Mann hinterließ, zu schließen. Mit viel Ehrgeiz, Engagement und Verständnis für „ihren“ Blaufränkischen führt sie das Erbe fort und so ist es kein Zufall, dass ihre Blaufränker TRADITION und IMPERIAL zu den Top-Roten des Landes zählen. Mittlerweile ist auch Sohn Oscar voll im Weingut integriert und führt gemeinsam mit seiner Mutter den Betrieb.

Oscar hat die Kellerverantwortung übernommen und binnen kurzer Zeit stellte er sein besonderes Weinverständnis unter Beweis. Er konnte die bestehende Weinlinie um einige Facetten, die sich rasch als stimmig erwiesen, erweitern.

Tibor Desiderius Szemes (1950–2001)

1984 übernahm Tibor den Familienbetrieb. Tibor Szemes, eine charismatische Persönlichkeit mit Weitblick und Kontakten in die ganze Welt, erkannte schon in den frühen 80iger Jahren die hervorragende Terroir- und Traubenqualität des Mittelburgenlandes. Mit Ing. Josef Pusch, dem damaligen Kellermeister der Genossenschaft Horitschon hat Tibor Szemes den Schritt zum Négociant (so werden in Frankreich Weinhändler bezeichnet, die Wein aus gekauftem Traubengut und Jungweinen bereiten, ohne eigene Weingärten zu besitzen) eingeleitet. Tibor gelang es, das Vertrauen der Weinbauern, die teilweise noch mit antiquierten Methoden „Fassware“ produzierten, zu gewinnen und sie von seinen Qualitätsvorstellungen und den vorhandenen Absatzmöglichkeiten zu überzeugen. Der Négociant-Eleveur (Weinerzieher) – Tibor Szemes war geboren.

Georg Szemes (1919–1984)

Aus einem traditionellen landwirtschaftlichen Betrieb kommend, interessierte sich Georg Szemes (Semesch) – Jahrgang 1919 – schon in jungen Jahren für Wein. Von allen liebevoll „Szemes Bacsi“ (Onkel) genannt, betrieb er mit seiner Frau Maria zwei Weingeschäfte. Auf Grund der Schwierigkeiten über die Besatzungszonen Österreichs zu handeln, gründete er 1950 einen Weinhandelsbetrieb in Pinkafeld (russische Besatzungszone) und einen weiteren in der Stadt Hartberg in der Steiermark, die damals zur britischen Zone zählte. Weißer und roter Fasswein aus dem nördlichen Burgenland sowie aus dem nahen Ungarn wurden eingekauft, in Pinkafeld veredelt, ausgebaut, abgefüllt und gekonnt vermarktet.