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Produktion

Weinausbau

Der Ausbau der Weine erfolgt traditionellerweise immer im Holzfass des Reifekellers im südburgenländischen Pinkafeld. Auch den einfacheren Weinen wird genügend Zeit gegeben ihren vollen Geschmack zu entwickeln und so werden Fässer bis zu 8-mal verwendet, wobei das Holz dann ausschließlich als Sauerstoffgeber fungiert.

Aber Holz ist nicht gleich Holz. Oscar entwickelt jedes Jahr mit heimischen Fassbindern neue geeignete Fässer, um den Weinen die bestmöglichen Bedingungen zu ermöglichen.

Neues Holz wird im Hause Szemes nur noch dezent in Form von 500 und 300 Liter Fässern eingesetzt. Illa und Oscar möchten natürliche und vielschichtige Weine produzieren, die den Konsumenten zum Nachdenken anregen aber ihn keinesfalls überfordern sollen. Sie wollen elegante Trinkweine machen die auch schon im ersten Jahr überzeugen. Da die Erhaltung der Frucht im Wein dem Familienbetrieb ein besonderes Anliegen ist wurde die Entscheidung getroffen die Fässer nicht mehr toasten zu lassen. Die eigens dafür gefertigten Fässer aus französischem Holz werden dazu beim Biegen immer wieder mit Wasser gespült und sind somit im fertigen Zustand innen genau so hell wie außen.

„Der Blaufränkisch ist eine aromatische, fruchtbetonte und elegante Sorte. Es wäre traurig diese Geschmackskomponenten durch Toasting-Aromen wie Kaffee, Kakao, Vanille oder hartem Holzgerbstoff zu übertönen. Der Wein muss immer Wein bleiben und wir wollen die Einfachheit und die Eleganz der Blaufränkischtraube hervorheben. Man muss sich jedes Jahr neu einrichten und anpassen. Auch der Mut gemeinsam Neues zu produzieren und auszuprobieren ist uns dabei ein Anliegen. Kein unnötiges und aromaraubendes Belüften der Weine und kontrollierter Verzicht auf Schwefel während der gesamten Ausbauzeit schaffen ein optimales Reifemedium für unsere Weine. Wir verfolgen eine alte und für die Frucht im Blaufränkisch sehr schonende und feingliedrige Stilistik“, meint Oscar Szemes.